Mariattma Jadie: Diagnose Borderline und Social Media als Sprungbrett

Shownotes

Mariattma Jadie und Riccarda naschen heute zusammen in der Muschelbar in Pberg! Mariattma ist Synchronsprecherin und hat auf TikTok von den Problemen in der Schauspiel- und Synchronsprecher Branche erzählt. Praktisch über Nacht wurde sie dadurch zur Person des öffentlichen Lebens. Damit bekam sie nicht nur Reichweite sondern auch das Gefühl, ein Imposter zu sein. Wie geht sie mit diesen Gedanken und der ständigen Bewertung um? Was bedeutet für sie die Diagnose Borderline und was rät sie Menschen, mit der selben Erkrankung? Das und vieles mehr besprechen die Beiden heute in der neuen Folge „à la Carte“.

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Muschelbar: https://www.instagram.com/muschelbar/

Kontakt- und Informationsstelle für Betroffene und Angehörige von Borderline: https://borderlineplattform.de/

Wenn du dringend Hilfe benötigst, erreichst du die Telefonseelsorge anonym und rund um die Uhr unter 0800 / 11 10 111. Oder du nutzt das Angebot des Chats unter www.telefonseelsorge.de.

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Transkript anzeigen

00:00:01: Ich seh noch aus wie Frühstück, aber gleich

00:00:03: gibt's danach.

00:00:05: Bekommen bei Alakard,

00:00:06: der Podcast, bei dem die Gespräche auf der Zunge zergeben.

00:00:09: Egal ob Pommes Bruder oder Sterne Restaurant, ich klingel überall da, wo es nach Leben duftet.

00:00:14: Fertig mariniert, jetzt wird serviert.

00:00:20: Hallo und herzlich willkommen zur neuen Folge Alakard.

00:00:22: Heute sind wir in Berlin-Prenzlauer Berg in der Muschelbar.

00:00:26: Es ist ganz cozy hier.

00:00:27: Und wieder erwartend gibt es hier Muscheln, es gibt Loaded Fries und es gibt das leckerste Eis der Welt.

00:00:34: Deswegen würde ich sagen, wir starten direkt rein.

00:00:36: Let's go zur neuen Folge Alakard.

00:00:38: Hallo und ganz herzlich willkommen beim Alakard-Podcast.

00:00:41: Heute zu Gast siehst Moderatorin, Synchronsprecherin, Marijad Mayadi.

00:00:45: Triggerwarnung.

00:00:46: Ihr Lieben, bevor es losgeht, möchte ich euch darauf hinweisen, dass wir in dieser Folge unter anderem über Borderline-Persönlichkeitsstörungen, Gewalt und weitere sensible Themen rund um psychische Gesundheit sprechen.

00:00:55: Diese Inhalte können emotional belastend oder triggernd sein.

00:00:58: Bitte hör diese Folge nur, wenn du dich dafür stabil genug fühlst und Zügerin nicht eine Pause einzulegen oder später weiterzuhören.

00:01:03: Wenn du merkst, dass sich die Themen sehr mitnehmen, findest du in der Infobox hilfreiche Anlaufstellen und Unterstützungsangebote.

00:01:09: Deine mentale Gesundheit ist wichtig.

00:01:11: Bitte, pass gut auf dich auf.

00:01:15: Danke,

00:01:16: dass ich hier sein darf.

00:01:17: Erst Frage, die ich habe, ist, wie läuft's mit Führerschein?

00:01:21: Die Wunde ist noch ein bisschen zu frisch.

00:01:24: Ich bin gerade durchgefallen.

00:01:26: Frisch, also durch die Prüfe, durch die Praktische.

00:01:29: Und bisher auch The Worst Experience of my life.

00:01:31: Wirklich?

00:01:31: Ja, lag so nicht.

00:01:33: Also, das war, ehrlich gesagt, ein bisschen fremdverschulden, dass ich durchgefahren bin.

00:01:36: Mein Typ hat einfach nicht gesagt, ich blinke und hole los und wollte jetzt einfach zum selben Zeitpunkt losgefahren.

00:01:40: Aber ich muss sagen, für mich war so das ... Ich hab ein Crash-Kurs gemacht, sieben Tage.

00:01:44: Aber

00:01:44: das ist auch doll, ne?

00:01:46: Das war vielleicht nicht ganz so schlau.

00:01:48: Vielleicht war das auch ein bisschen der Fehler.

00:01:51: Aber für mich war es halt ... Ich hab total Angst vom Auto fahren.

00:01:53: Ich hab gemerkt, ja, extrem.

00:01:55: Also, für mich ist es eine ganz, ganz schutzlose Situation.

00:01:57: Und es war für mich auch ganz schwierig, so ein Fahrlehrer neben mir zu haben, der mich so anflaumt.

00:02:03: Und so würde ich mich eigentlich behandeln lassen.

00:02:05: Aber irgendwie in so einer schutzvolle Situation, wo du in so einer gewissen Abhängigkeit bist und denkst, der Fahrlehrer, der ist der Einzige, der weiß, wie das Ding funktioniert, da hält er die Schnauze.

00:02:15: Und dann wollte ich gesagt, alter, die Presse.

00:02:16: Aber in dem Moment, nee.

00:02:18: Habe ich nichts gesagt.

00:02:20: Okay.

00:02:21: Ja.

00:02:22: Für alle, die dich nicht kennen, du warst das erste Mal auf meiner VU-Page, als du dich über die ganze Synchronsprecherin Brunne abgefuckt hast.

00:02:31: Kannst du kurz dich vorstellen und deinen Take dazu?

00:02:34: Ja.

00:02:35: Gerne.

00:02:36: Wollte ich in die Kamera strecken?

00:02:38: Ja, mach das mal.

00:02:39: Ja, also, ich bin Marietta Mayardi und ich hab vor vier Monaten angefangen mit Social Media und hatte mein virales Video ... war tatsächlich ein Take darüber, was ich beruflich mache und dass ich eine sehr erfolglose Synchronsprecherin bin, weil mir dann einfach Jobs von KI, aber auch teilweise von Kindern, von Bekannten Synchronsprecherin weggenommen werden, weil es einfach eine extreme Federnwirtschaft ist.

00:03:02: Du bekommst halt einfach keine Chance.

00:03:04: Als jemand, der es gelernt hat, studiert hat, jahrelang gesagt und sprechen mit Recht hat, bekommst du kaum Chancen da rein.

00:03:11: Es sei denn, du bist verwandt mit jemandem oder kennst halt die richtigen Leute.

00:03:14: Und darüber habe ich mich so ein bisschen aufgeregt und es hat den Leuten ein bisschen gefahren.

00:03:18: Und dann ging es eigentlich ziemlich ab bei mir.

00:03:20: Ja, das ist jetzt gerade so der Weg.

00:03:23: Und was machst du?

00:03:25: Neben synchron sprechen oder nicht synchron sprechen mehr, machst du es noch?

00:03:29: Willst du da wieder hin?

00:03:30: Oder was ist so dein, dein

00:03:32: Goal jetzt gerade inzwischen?

00:03:34: Also mein Goal war und immer sage ich Moderation.

00:03:38: Das ist so das, was ich seitdem für ein Kind bin, machen wollte.

00:03:41: Und bei einem Synchron sprechen mich so rein gerutscht, weil ich eine Schauspielausbildung gemacht habe und nämlich beim, bei dieser Ausbildung.

00:03:46: ein bisschen mehr sprechen verliebt habe, weil Schauspiel auch wirklich nicht so mein Ding ist.

00:03:51: Und genau synchronisch war für mich so ein bisschen so ein Sideway, weil ich dachte, okay, moderieren ist halt auch sehr schwer reinzukommen.

00:04:00: Dann macht doch halt das.

00:04:01: Hauptsache kannst du mit der Stimme arbeiten.

00:04:03: Aber ich würde sagen, synchron ist grad einfach nicht.

00:04:07: Das ist nicht mein Main-Gall.

00:04:08: Also

00:04:09: in Moderation und gar nicht so, du bist ja jetzt Influencerin sozusagen.

00:04:14: Create!

00:04:16: Das ist so krass, ich checke so, weil Influencerin dieses Wort hat so einen schlimmen Ruf.

00:04:22: Und ich glaube, es liegt auch ein bisschen daran, dass das Wort nicht so die Bandbreite an Leuten, die halt auch Moderation machen, die Unterhaltung machen, die Entertainment machen, die vielleicht ein YouTube-Format machen, ist nicht das Gleiche wie eine Person, die ... weil sich nicht irgendwelche Produkte in die Kamera hält und sagt, hey, kauf das jetzt, hier ist ein Affiliate-Link.

00:04:40: Deswegen verstehe ich.

00:04:42: Ja, also Mengol, Moderation wird...

00:04:44: Genau.

00:04:45: Und zum Influencer ist es halt ein sehr negativ behaftetes Wort.

00:04:48: Und es inhaltet ja auch gar nicht was eigentlich für eine Arbeit für die meisten dahintersteckt.

00:04:52: Es ist halt so Influencer.

00:04:55: Aber ja, es ist auf jeden Fall Mengol, es ist Moderation.

00:04:58: Perfekt.

00:05:01: All right, Apparatil.

00:05:04: Haben wir Salari Kombucha.

00:05:05: Ich würde sagen, cheers.

00:05:08: Auf dich schön, dass du da bist.

00:05:12: Oh, lecker.

00:05:13: Bin auch großer Kombucha-Fan.

00:05:14: Ja, ist halt super gesund für ein Darm.

00:05:16: Ist was gut für ein Darm ist.

00:05:17: Du bist auf so ein Gesundheitsmaß.

00:05:20: Ich hab

00:05:21: mir Salviatimol wegen dir gekraut.

00:05:24: Geil.

00:05:24: Vorletzte Woche hab ich mit Halsschmerzen aufgewacht.

00:05:26: Und dann hat eine Freundin mir so die so, warte mal.

00:05:29: Also, Mariat, man hatte da letztens ein Video und dann habe ich uns angeguckt.

00:05:31: Ich bin straight zur Apotheker gegangen.

00:05:33: Da habe ich ganz viele gekauft danach.

00:05:35: Aber das ist für mich wirklich ein Game-Tanger.

00:05:37: Ja, so.

00:05:38: Es

00:05:38: hat auch direkt geholfen.

00:05:39: Ja, vor

00:05:39: allem ist es hier präventiv.

00:05:41: Präventiv ist es unglaublich.

00:05:42: Ja.

00:05:43: Ganz dill.

00:05:45: Ja.

00:05:46: Zu dir, du bist, wie du gerade schon gesagt hast, sehr schnell in die Öffentlichkeit jetzt auch gekommen.

00:05:51: Und hast, glaube ich, auch ein sehr deutsches Following, weil dein Content komplett deutsch ist.

00:05:56: Also alles, was du machst.

00:05:59: Wie gehst du mit der Aufmerksamkeit um und was sind so die negativen Seiten davon?

00:06:04: Ja, also dadurch, dass es halt so schnell ging, hatte ich halt wirklich wenig Zeit, mich eigentlich daran zu gewöhnen, auch das irgendwie alles zu verarbeiten, gerade auch, weil da durch Projekte entstanden sind, für die ich eigentlich mein ganzes Leben lang daraufhin gearbeitet habe und nicht gesehen worden bin.

00:06:18: Also ich komme halt beruflich aus... aus einem Vorleben, wo man mich nicht sehen wollte.

00:06:25: Und man mir alle Türen verschlossen, die es gab.

00:06:28: Und dann hab ich mich schon wieder angefangen.

00:06:30: Es ging super schnell nach oben.

00:06:31: Und auf einmal wollten mich ganz viele, auch Radiosender, ich wurde zu viel Fauschos eingeladen und so was.

00:06:37: Und ich finde, das war schon von null auf hundert für das, was man immer wollte, schon echt heftig.

00:06:43: Dazu kommt natürlich die krasse Bewertung.

00:06:46: Alle bewerten alles, was du machst.

00:06:48: Wie du aussehst,

00:06:49: bist du hate?

00:06:50: Ja, also ich habe eine zeitlang super viele Hate-Kommentare gekriegt, also sechzig-siebzig am Tag, sowohl TikTok als auch auf Instagram.

00:06:59: Die Leute riecht sich am Tag.

00:07:01: Ja, das

00:07:02: war wirklich krass.

00:07:03: Ich war nur am Blocken, Blocken, Blocken, Blocken.

00:07:06: Es war sogar so schlimm, dass ich irgendwann gesagt habe, ich setze meinen Management da drauf.

00:07:09: Die müssen meine Kommentare lesen, weil ich hab psychisch nicht mehr ausgehalten.

00:07:12: Und es ist natürlich von außen immer ganz einfach, weil auch Freunde mir dann gesagt haben, das kannst du ja nicht ernst nehmen.

00:07:18: Musst du dir ein dickes Fell anregen.

00:07:20: Und ich würde schon sagen, ein dickes Fell.

00:07:22: Aber wenn du wirklich so auf so einer tiefen Ebene beleidigt wirst.

00:07:25: Also die sagen ja nicht einfach nur irgendwelche Schimpfwörter, sondern die... Die gehen richtig auf deine Familiengeschichte, auf deine Historie.

00:07:31: So hast du die Kinder richtig.

00:07:33: Weil ich auf der Angriffsfläche geboten habe mit meinem Vater-Video.

00:07:36: Das heißt, das hatte ich, glaube ich, gar

00:07:38: nicht genau.

00:07:38: Das ist ein Video, das ziemlich berage, wo ich gesagt habe, meine liebsten Hit-Kommentare sind, Papa ist ganz erstolz, was wohl ihr Vater denkt und ich gesagt, warum sind so viele mein Vater interessant?

00:07:46: Ich kenne ihn nicht.

00:07:48: Das war für die Männer ein riesengefundenes Fressen.

00:07:52: Also da so wirklich so, ich musste jeden Tag immer noch richtig viele Kommentare löschen, weil es immer nur kommt, war klar, well, well, weil so einer Tochter wäre ich auch abgehauen und so was.

00:08:01: Alter.

00:08:01: Ja, also das ist bei, also mit dem Video ist das halt richtig extrem.

00:08:05: Aber auch bei allen anderen Videos.

00:08:07: Also die Leute facken sich einfach grundsätzlich über meine Art ab.

00:08:10: Aber ich meine, das macht halt erfolgreich.

00:08:12: Aber würdest du sagen ... Wie gehst du langfristig damit

00:08:17: um?

00:08:18: Hast du ein dickes Fell jetzt mittlerweile oder bist du andere?

00:08:23: Also ich würde sagen, dass mittlerweile, also es wird besser.

00:08:27: Es wird vom Monat zu Monat besser.

00:08:28: Ich kann jetzt besser damit umgehen als doch vor zwei Monaten.

00:08:31: Und ich denke, man wächst da einfach rein.

00:08:32: Aber also... Es hat gebraucht.

00:08:35: Ich meine, ich war von jetzt auf gleich plötzlich in Persönlichkeit und wurde von super vielen Leuten bewertet.

00:08:40: Da muss man erst mal reinraxen, voll.

00:08:42: Aber es kommt, also es wird wirklich besser tatsächlich.

00:08:45: Aber ja.

00:08:46: Grad lese ich keine Kommentare zum Beispiel.

00:08:48: Hallo, die erste Stunde nach Upload und dann lese ich da, guck ich da gar nicht mehr rein.

00:08:51: Okay.

00:08:52: Ja.

00:08:52: Und wird das jetzt für niemand anderen dann einfach alles geblockt und gefiltert?

00:08:55: Ja, jetzt darf noch nicht.

00:08:57: Weil ich einfach gesagt habe, für mich passt das, gerade dass ich einfach nicht reingucke, aber soll es irgendwann so sein, dass

00:09:01: wirklich...

00:09:02: Also ein Community Management ist ja wichtig.

00:09:03: Die Leute wollen ja Antworten auf ihre Frage und du willst doch eigentlich die schönen Sachen angucken.

00:09:07: Weil ich das Gefühl habe, es fällt gerade zu viel weg.

00:09:10: Ich bin gerade meiner Community nicht mehr nah genug.

00:09:12: Dann würde ich vielleicht jemand drauf ansetzen, weil ich selber... will, glaube ich, manchmal nicht durch.

00:09:17: Ja, es ist ja auch, glaube ich, sehr schwierig, einfach, wenn man dann auf einmal so viele Hate-Kommentare bekommen.

00:09:22: Du hast ja trotzdem Rücken an super vielen Fans, die ultra feiern, was du machst und auch gerade, wenn du sagst, es ist vor allem halt so typen-triggered bei so einem Vater-Video.

00:09:32: Es ist halt auch so, die haben sich wahrscheinlich vorher nicht mehr deine Videos angeguckt und sind dann halt nur da, um so Hate-Kommentare zu verfassen.

00:09:40: Das sind dann unglückliche Menschen, ne?

00:09:42: Also kein normaler Mensch setzt sich hin und schreibt eine Hit-Commentar.

00:09:45: Ja, ich habe das so auf dem Schein gefragt.

00:09:46: Ich habe noch nie ein Hit-Commentar geschrieben.

00:09:48: Nein, natürlich nicht.

00:09:50: Das ist so... Wir erleben dadurch eine Art Mental Upload.

00:09:56: Das ist ja für die, die haben ein ganz trauriges Leben.

00:09:59: Das ist ja das Einzige, womit sie irgendwie ein bisschen Freude erleben können, dem sie bei anderen runtermachen.

00:10:03: Und manchmal habe ich auch Situationen gehabt, wo ich auch drauf geantwortet habe.

00:10:06: Da, wenn sie dich jetzt besser mit deinem traurigen Scheiß leben, jetzt wo du mich runtergemacht... eine fremde Person wie Internet.

00:10:12: Manchmal schreien da noch was hinterher.

00:10:14: Manche machen auch richtig so ... Manche Männer erlagen sich darauf ein, dass ich unter einen schiefen Zahn habe, solche romane Schreiben sagen, es geht mir einfach nicht in den Kopf.

00:10:24: Sie ist gestalt, sie hat gemachte Haare, gemachte Nägel, arbeit bei den Zähnen, da hört es auf.

00:10:29: Und sie machen wirklich, das war wirklich so ein Typ.

00:10:31: Ich dachte, chill doch einfach mal, du hast Kinder.

00:10:34: Das sind ja noch noch so öffentliche Profile.

00:10:36: Du hast Kinder.

00:10:37: Herr Auen.

00:10:38: Ja,

00:10:39: ich führte nicht drauf.

00:10:40: Und ich hätte gerne so viel Zeit wie die, weil an Zeiten machen, die das mit ihrer Freizeitpunkt kriegen, die die Herr.

00:10:49: Wie geht es dir mental mit der Aufmerksamkeit so generell?

00:10:53: Also so weil du auch gerade von deinem Vorleben geredet hast, zu persones öffentlichen Lebens?

00:11:02: Ich glaube, was für mich tatsächlich gerade am meisten triggert, ist dieser öffentliche Druck, dieser Performance-Druck.

00:11:07: Dass ich schon gemerkt habe, dass ich dann eher so private Sachen abgesagt habe, weil ich gesagt habe, ich muss für ein paar Videos produzieren und meine ganze Energie geht dafür drauf.

00:11:16: An sich muss ich sagen, es ist natürlich total auch wholesome, wenn du endlich ... eine Bestätigung kriegst für das, was du immer gemacht hast und Leute dir, also wirklich sehr unzählige, tolle Nachrichten, die ich auch kriege und die gehen mir extrem nah auch.

00:11:29: Aber es ist gerade wirklich so dieser Performance-Druck, der für mich so, weil ich auch, ich habe ganz krassen mit dem Poster-Syndrom zu kämpfen.

00:11:35: Kennt ihr das?

00:11:37: Das ist so, für die die es jetzt nicht kennen, das hieß auch mal Hochstapler-Syndrome, das ist umbenannt worden.

00:11:42: Und es ist so ein Gefühl von, bald fliegst du auf.

00:11:45: Bald fällt das Kartenhaus in sich zusammen.

00:11:47: Alle checken, du bist gar nicht so besonders.

00:11:49: Du hast eigentlich keinen Talent, du hast dich so durchgebrumelt.

00:11:52: Also das ist das für mich was so

00:11:54: krass ist, aber weil du jahrelang so viel so gelernt hast und sich dich sogar noch ausgebildet hast und eigentlich so ausgebildete Symptomsprecher bist, hast Schauspielstudium gemacht und so.

00:12:07: Ich glaube, es hängt halt auch ganz krass damit zusammen, einfach so diese Schnelligkeit von dann auf einmal die Aufmerksamkeit zu kommen, wenn man sich so denkt, das kann ja auch gar nicht ganz klar sein.

00:12:17: Wer will mich gerade verarschen?

00:12:18: Ja,

00:12:18: bei mir war es auch so, ich hatte so einen Knackpunkt, wo ich über Nacht, fünfzehntausend Follower gemacht habe.

00:12:23: Ich hatte so viertausend Follower und dann auf einmal durch dieses virale Video.

00:12:26: Aber

00:12:26: hast du

00:12:27: vorher

00:12:27: viele Videos gemacht?

00:12:28: Auf TikTok.

00:12:29: Ich ging bei mir nicht auf TikTok los.

00:12:30: Ja, aber ich hatte so sechzigtausend und auf Instagram vier.

00:12:32: Ah, okay.

00:12:33: Und dann habe ich immer so, oh Gott, die sind so zu großer Unterschied.

00:12:36: Und dann habe ich halt so richtig viele Videos gepostet und die sind immer so super gefloppt.

00:12:38: So, kam einfach nicht an.

00:12:40: Und dann habe ich immer nach bis zu fünfzehntausend gemacht.

00:12:42: und dann dachte ich noch, das hätte mir jemand gekauft.

00:12:45: Ich dachte so, jemand hätte das ... Das Film, das ist so

00:12:47: scheiße,

00:12:48: das ist nicht echt.

00:12:50: Manch das nicht glauben konnten.

00:12:51: Leute mir wirklich folgen.

00:12:53: Aber ja, dieses Impostantee-Dema ist dick.

00:12:56: Ja,

00:12:57: glaub ich so froh hat, auch so viele Follower auf einmal zu bekommen, nachdem man halt so viele Videos gepostet hat, die auch einfach nicht ankommen.

00:13:05: Weil das sind ja auch so Sachen, die sehen ja Zuschauer in nicht, dass du vorher Videos gepostet hast.

00:13:10: die nicht angekommen sind.

00:13:12: Ja.

00:13:12: Was war bei dir dann so der Grund, dass du überhaupt damit angefangen hast auf TikTok?

00:13:16: Weil das virale Video war nicht dein erstes.

00:13:19: Nee, ja, das war schon unter den Ersten.

00:13:21: Ich würde sagen, es war so das ... Siebte oder so.

00:13:24: Also es ging schon sehr schnell.

00:13:26: Und bei mir gab es einen ganz krassen Knackpunkt, warum ich angefangen habe.

00:13:29: Und zwar, ich habe wirklich, also was mein Lebenstromm angeht, ich habe alles getan.

00:13:33: Also alles, was man sich vorstellen kann.

00:13:34: Ich habe super viel unbezahlte Praktika gemacht.

00:13:35: Ich habe was jetzt ehrenamtlich ja unbezahlte, viel unbezahlte Arbeit gemacht.

00:13:40: Ich habe alles versucht.

00:13:41: Es hat nicht geklappt.

00:13:42: Und dann hat ein Berliner Magazin eine Moderatorin für die Social Media Kanäle gesucht.

00:13:47: Und ich hab mich dann darauf beworben mit einem ganz aufwendigen Video, hab's von mir erzählt, meine Referenzen, was ich gemacht, also quasi ein Lebenslauf als Video, aber auch so mit Images, die durchs Bild fliegen.

00:13:57: Es war so eine richtige Reise, ich hab mir sehr viel Mühe gegeben.

00:14:00: Und ich hatte der Telefon schon Kontakt zu denen und meinte, ey, ich hab da jetzt was hingeschickt und so, ist ein Weetrain-Falling so, der läuft ab.

00:14:07: Und dann ist er abgelaufen.

00:14:08: Und dann hab ich gesagt, ey, der ist abgelaufen, ich würd euch noch mal einschicken.

00:14:12: Und dann haben sie ihn gedowned und es war's.

00:14:14: Ich hatte nie was bekommen, gar nichts.

00:14:17: Ich hatte sogar echten Kontakt zu denen.

00:14:20: Ich habe mir das so mistreated gefühlt, dass ich gesagt habe, jetzt habe ich alles versucht.

00:14:25: Also wirklich, ich habe alles versucht.

00:14:27: Jetzt fange ich mit Social Media an und guck mal, wie weit ich komme.

00:14:31: Und es hat funktioniert.

00:14:32: Und das ist eigentlich für mich das größte Kompliment.

00:14:37: alle vom Fach dich nicht wollten, aber dann die Menschen, die in die Nichtsende zu tun haben, die so pushen und so feiern, dafür bin ich auch extrem dankbar.

00:14:46: Und dass du auch halt zwischen mir jetzt ja so als Sprungbrett nutzen kannst.

00:14:51: Also so, es macht ja einen totalen Unterschied, was zu machen, jetzt einfach nur aus dem Grund, weil die Leute kennen.

00:14:56: Du kriegst ja ganz andere Jobs und jetzt wirst du wahrscheinlich für Jobs angefragt und ich glaube... sich selber zu bewerben auf den Job fällt dann ja auch weg.

00:15:05: Ja, ich habe sofort aufgehört.

00:15:06: Also ich hatte danach noch so ein paar Anfangen, so hey, willst du nicht beim E-Card?

00:15:09: Ich so

00:15:10: nüpp,

00:15:10: gar keinen Fall, werde ich noch einen Casting machen, was ins Nichts geht.

00:15:14: Weil davon gab es Unzählige.

00:15:17: Ich habe so viele Castings ins Nichts geschickt.

00:15:19: Du kriegst keine Chance.

00:15:21: Gerade in Deutschland, es ist einfach, also ich weiß nicht, ich denke es sind viele Länder, ich finde in Deutschland ist es einfach nochmal ein bisschen so... Du hast immer dieselben Zehn Gesichter vor der Kamera.

00:15:30: Die wird eigentlich als Newcomer, der nicht von so einem Background kommt, die wird keine Chance geben.

00:15:34: Das ist ein Fakt.

00:15:35: Es ist unfassbar schwer.

00:15:37: Ja.

00:15:38: Das ist so krass.

00:15:38: Ist auch so unfair.

00:15:39: Ja, ist auf jeden Fall.

00:15:41: Einfach,

00:15:41: weil es auch so der Traum von vielen Menschen ist, einfach an diesen Beruf zu kommen und du halt dann nicht die Voraussetzung, weil es

00:15:47: nur Glückabhängig ist.

00:15:49: Du hast alles versucht.

00:15:49: Bei mir gab es dann natürlich auch Situationen, wo wenn ich dann... in der richtigen Branche angekommen war, wo ich da mir das Problem hatte mit männlichen Führungspositionen, die gesagt haben, ach so, du hast Bock?

00:16:02: Na dann finden wir einen Weg.

00:16:04: Und das war dann, da war ich neunzehn Jahre alt, ich bin gerade extra nach Köln gezogen für den Redaktionsjob und mein Chef hat mich so dermaßen belästigt, dass ich das hingeschmissen habe.

00:16:12: Und ich hab das auch erst mal niemandem erzählt.

00:16:16: Und das war halt so, also es war so grenzüberschreitend und ich war neunzehn.

00:16:20: Ich bin dafür extra dahin gezogen und der Typ belästigt mich meine ersten Woche.

00:16:24: Und ich war aufgeschmissen.

00:16:26: Ich war so, ey, das ist mein Traum.

00:16:27: Ich will das machen.

00:16:28: Was soll ich machen?

00:16:30: Ich wollte ihn auch melden.

00:16:31: Und dann wurde mir tatsächlich gesagt, der ist ein zu großes Tier.

00:16:34: Wirklich?

00:16:36: Der wird deine Karriere mehr ficken als du seine.

00:16:38: Und dann war für mich so, okay, ich distanziere mich von allem und so was.

00:16:43: Ich konnte nur hoffen, dass ... dass niemand nachdenkt.

00:16:46: Also das war schon sehr erschütternd, weil dafür habe ich sehr viel getan, dass ich bei dieser Redaktion gelandet bin und bin extra dafür, wie gesagt, in eine andere Stadt, wo ich niemanden kannte, hingezogen.

00:16:56: Ja, und du bist so jung und so auch unerfahren in der Branche und du hast einen Traum, der dann halt so zerplatzt, weil es halt auch so ein Hamsterrad ist von einer Person, die so viel Einfluss hat.

00:17:07: kann dir quasi alles kaputt machen, aber es ist so ungerecht, weil das Einzige, was du machen möchtest, ist eigentlich die Person melden.

00:17:15: Ja.

00:17:16: Und alleine, dass du den Gedanken hattest, die Person zu melden, ist halt unglaublich stark, weil voll viele nicht mal darüber reden wollen, was halt auch völlig fair ist, weil man halt einfach so krass Grenz überstreibt, in die Privatsphäre eingegriffen wird.

00:17:30: Und dass man dann bestoppt wird, obwohl man so all seinen Mut zusammennimmt und eine Person melden will, weil ... halt ein Mann, der mir Einfluss hat.

00:17:40: Ja, das ist so krank.

00:17:41: Ja,

00:17:41: es ist wirklich krass.

00:17:42: Und ich muss auch sagen, ich hab lange damit zu tun gehabt, weil ich mir halt schon so gesagt habe, was, wenn danach eine Praktikante da kommt.

00:17:48: Also, ich hab den halt konfrontiert, auf meine Weise, weil ... Wir hatten für den Redaktionsthema recherchiert, für auch eine hochproblematische Person des öffentlichen Lebens.

00:17:58: Und dann hieß es, lass es doch das Thema Belästigung im Alltag nehmen.

00:18:04: Und dann hab ich gesagt so ... Lass uns doch das Thema Belästigung im Arbeitsplatz nehmen.

00:18:07: Oder meinst du nicht?

00:18:09: So, da kenne ich aber ganz viele, die davon reden können.

00:18:11: Ich hab den quasi vor Versammeltemperatur sehr stark damit konzentriert, ohne dass ich gesagt hab, du bist der Übeltäter.

00:18:17: Und das hat den auf jeden Fall sehr eingeschüchtert.

00:18:19: Und deswegen, dass Dana aufgehört hat.

00:18:21: Aber das waren dann so Nachrichten abends, kurz bevor ich Feierabend hatte, hatte gesagt, komm mal mit meinem Büro, damit auch alle gehen.

00:18:27: Zu dem Zeitpunkt und so was.

00:18:28: Ich sollte seine Abendbegleitung bei einem privaten Event sein.

00:18:31: Da hat er gesagt, ich kann nicht.

00:18:34: So, ähm, poch, krass.

00:18:37: Also an deiner Stelle hätte ich nicht mit der Wimper gezuckt.

00:18:39: Du weißt schon, das ist eine große Chance für dich.

00:18:41: Also, Digger, du bist ein ekelhafter Sack, der sich seine Machtposition so dermaßen aussen.

00:18:46: Zum Glück hatte ich diese Stärke mit neunzehn.

00:18:49: Ganz viele, die sagten, okay, hast recht, das ist eine riesen Chance, dann mach ich.

00:18:54: So, und der Typ hat vier Kinder, ist verheiratet.

00:18:56: Vier Töchter.

00:18:59: Mit so einem Familienfoto am Schreibtisch.

00:19:01: Bigger!

00:19:03: Und von den Stories habe ich auch einige Auflage.

00:19:05: Also das war wirklich, ja, ohne Ende.

00:19:08: Solche Sachen.

00:19:09: Ich hatte ein Vorstellungsgespräch mit einem TV-Senderchef, der mir mit, sag ich, mit achtzehn.

00:19:17: Und dann habe ich so erzählt, dann meinte er so, wie alt bist du noch mal?

00:19:19: Ich so, achtzehn, ist das ein Problem für die Stelle?

00:19:21: So, ich mein so, ich habe schon das und das und das gemacht.

00:19:25: Also ich könnte mir mit einer Frau und dem Alter keine Beziehung vorstellen.

00:19:29: Und ich war so, egal war.

00:19:30: Und ich war so, was hat das denn jetzt mit dem Job zu

00:19:32: tun?

00:19:33: Ja,

00:19:34: absolut.

00:19:34: Und dann ging es halt komplett in die andere Richtung.

00:19:36: Ich war so, okay, alles klar, mach's gut.

00:19:38: Und das war halt so, es waren immer, es wurde immer mit Hoffnung gespielt.

00:19:40: Ich war immer wieder in einer Hoffnungssituation.

00:19:42: Jetzt, jetzt funktioniert es.

00:19:43: Jetzt bin ich hier richtig.

00:19:45: TV-Seinerchef, Redaktion, jetzt funktioniert es.

00:19:47: Und dann sind immer wieder Männer in Führungspositionen in die Queren gekommen, die es mir kaputt gemacht haben.

00:19:53: Das ist ... Das ist halt in einer Zeit, wo man mir sowieso keine Chancen gegeben hat.

00:19:58: Und das war für mich so frustrierend.

00:19:59: Ich hatte schon lange aufgegeben.

00:20:01: Ich hatte lange aufgegeben und zur Chemie war so das allerletzte.

00:20:06: Ich will nicht sagen, mal gucken, was da jetzt ... Ja, das war wirklich ... Für mich war das die letzte Instanz.

00:20:15: Okay.

00:20:16: Passt zur Belästigung.

00:20:17: Erst meine Kübe-Suppe.

00:20:20: Genau das.

00:20:21: Ja,

00:20:22: lass dich

00:20:22: das.

00:20:22: Danke schön.

00:20:23: Hey, wollen wir Mittagabend?

00:20:24: Gerne.

00:20:25: Danke schön.

00:20:28: Es ist so krass.

00:20:29: Wie hast du gelernt oder hast du gelernt, darüber offen zu sprechen, wann du das erste Mal darüber gesprochen hast?

00:20:36: Also Belästigung ist halt was, was mich mein ganzes Leben begleitet.

00:20:40: Und irgendwie ist es für mich gar nicht mal so ein krasses sensibles Thema, weil es einfach für mich ein sehr normales Thema ist.

00:20:47: Für mich ist es gar nicht schwer, darüber zu reden.

00:20:49: Es ist einfach so.

00:20:50: Es passiert.

00:20:51: Und ich glaube, es ist super wichtig, dass man darüber spricht, um einfach eine Sensibilität dafür zu schaffen.

00:20:55: Aber das war für mich noch nie schwer darüber zu sprechen.

00:20:58: Aber klar, in der Redaktionzeit war es so, ich wollte es gar nicht wahrhaben, weil ich bin dafür hingezählt.

00:21:03: Ich war so neu, ich kannte niemanden.

00:21:05: Das war Corona, ich habe kaum Freunde gehabt.

00:21:07: Das ist auch schwierig, Freunde zu finden.

00:21:10: Und da habe ich es niemandem erzählt, weil ich es nicht wahrhaben wollte, dass ich wahrscheinlich diesen Job aufgeben muss.

00:21:16: für den ich so hart gearbeitet habe.

00:21:18: Das ist so gestört.

00:21:20: Das ist wirklich so, ich habe da gar keine Worte für, weil einerseits finde ich, es ist unfassbar, traurig, aber halt auch leider so die Realität, weil es halt so ungefähr jeder Frau, also so jede meiner Freundin wurde schon mal belästigt.

00:21:33: Jede Frau, bei jeder Frau wurden schon Grenzen überschritten und es gibt ja so viele Situationen, in denen du abwägen musst, was du machst.

00:21:43: Also, kannst du die Person outcollen?

00:21:46: Oder kann sie dir was Schlimmeres antun?

00:21:50: Oder bitte geglaubst.

00:21:51: Das ist für dich halt das Schlimmste.

00:21:54: Ich hatte auch schon Situationen, wo ich das dann den Freunden gemeldet habe.

00:21:59: Deinen Freunden?

00:22:00: Nee, den Freunden von der Person.

00:22:03: Und die waren so, nee, das macht er nicht.

00:22:07: Okay, jetzt wo du es sagst, stimmt.

00:22:08: Halt ich mir ausgedacht.

00:22:10: Es ist...

00:22:12: Ja, deswegen, ich versuch gar nicht mehr.

00:22:13: Also, ich versuch einfach Situationen zu vermeiden, wo es passieren kann, weil wenn es passiert, muss ich es einfach einstecken.

00:22:20: Fühlst du dich jetzt freier in der Branche, in der du bist?

00:22:24: Ähm,

00:22:26: ja.

00:22:27: Also, ich liebe sehr viel mehr Respekt.

00:22:29: Auch sehr viel mehr... Arschgeküsse muss man einfach so sagen, weil die Leute wollen ja was von dir.

00:22:34: Und ich kenne das gar nicht, dass ich irgendwo hinkomme und Leute mich erst mal gut finden.

00:22:38: Normalerweise ist so, jetzt behaupte dich, behaupte dich doppelt unterreifer, weil du bist jung, du bist eine Frau.

00:22:43: Und jetzt ist es ja so, ah, wie kenn ich von Social Media, toll, dass du da bist.

00:22:46: Und ich denk so, oh, okay, krass.

00:22:48: So, ja, auch beim ersten Management Gespräch meinte mein Freund so, ey, viel Glück.

00:22:51: Und ich so, ich brauch keinen Glück.

00:22:54: Weil die wollen mich haben, ich brauch hier gar nix.

00:22:56: So, das war für mich ganz besonders.

00:22:58: Und ich fühl mich ... Freier, ja, weil ich natürlich erst mal direkt niemand mehr ausgesetzt bin, wo was passieren könnte, aber auch, klar, auch eingeschränkt.

00:23:11: Weil man muss ja es auch sehr aufpassen, was man sagt, was man macht öffentlich.

00:23:15: Also, aber ein Belästigungsthema, ja, fühle ich mich.

00:23:20: Ich muss auch ganz ehrlich sagen, dass ich in der Beziehung bin, macht mich freier.

00:23:23: Ja?

00:23:23: Ja, in mirfern

00:23:24: ist es total krass.

00:23:25: Dadurch, dass ich in der Beziehung bin, habe ich das Gefühl, dass mir nach viel mehr Respekt vor mir haben.

00:23:29: weil sie Respekt vor meinem Partner haben.

00:23:31: Und dass ich, wenn ich rausgehe, kann ich nicht so anziehen, wie ich will.

00:23:34: Weil die sehen erst mal meinen Freund.

00:23:36: Und dann gucken sie mich schon gar nicht erst an.

00:23:37: Und das finde ich inzäng.

00:23:39: Also, dass ich viel mehr Freiheit durch eine Beziehung, durch einen Mann an meiner Seite gewonnen habe, weil mich Männer mehr respektieren.

00:23:45: Weil auch andere Männer, sobald sie wissen, ich bin in der Beziehung, bin ich für die quasi nicht mehr relevant für dieses Thema.

00:23:51: Also, behandeln sie mich wie einen echten Menschen.

00:23:54: Nicht wie jemand, den sie flachlegen wollen.

00:23:56: Das finde ich heftig.

00:23:57: Das sind Zahlen.

00:23:58: Ja.

00:23:58: Aber es ist wirklich

00:23:59: so.

00:24:01: So zeigst du deinen Freitag zwischen

00:24:02: dir?

00:24:02: Nee, der will das auch gar nicht.

00:24:04: Der hat damit nichts zu tun.

00:24:05: Der supportet mich unglaublich doll.

00:24:06: Der hat sich nur einen Tiktok-Account gemacht, um alle meine Videos zu recorden.

00:24:09: Der

00:24:09: kommentiert alles und postet alles.

00:24:11: Der ist mein größter Support, der auch schon mal ein U-Berfahrer gespielt für mich.

00:24:14: Wir brauchen unbedingt eine Szene, wo ich im Auto sitze.

00:24:16: Ich kann nicht ein U-Berfahrer-Szenar sagen, dass ich am Blog fahren soll.

00:24:19: Und dann hat er das gespielt.

00:24:22: Ja, das war sehr süß.

00:24:24: Mehrere Minuten, sag ich mal, weil wir mussten die Szene halt reinkriegen.

00:24:28: Also der Sport hat mich unglaublich doll.

00:24:29: Wie habt ihr euch kennengelernt?

00:24:31: Im Club.

00:24:31: Ach wirklich?

00:24:32: Ja.

00:24:33: Und wie lange seid ihr zusammen?

00:24:34: Seit eineinhalb Jahren, aber wir sind ganz schnell zusammengezogen, haben Fußzertrus, also Füße, die den ich tätowiert.

00:24:40: Ja, ja, super, super eng.

00:24:41: Also, ja, jetzt gehen wir auch ziemlich schnell.

00:24:43: Aber wir sind so beste Freunde.

00:24:45: Ja, wir sind so beste Freunde.

00:24:47: Wir hängen super viel und gerne zusammen und sind hundertprozent so viel wie wir sind.

00:24:51: Da weiß alles von mir, ich weiß alles über denen.

00:24:52: Ich kann es mir anders gar nicht vorstellen.

00:24:55: Ich war sehr froh raus zu sein, aus dem Dating leben.

00:24:57: Ja.

00:24:58: Also ich bin halt nicht bei diesem Gepäu.

00:25:00: Wirklich gar nicht.

00:25:00: Es ist täglich, vor allem so Berlin-Dating

00:25:02: ist.

00:25:05: Würdest du sagen, dass jetzt das, was du in deinem Vorleben alles gemacht hast, für jetzt eine Stärke ist, wo dir halt alles angeboten wird.

00:25:16: Da es zeigt ja auch von Stärke so auszuwählen, was du machen möchtest, was du nicht machen möchtest, was so deine Werte sind, die du vertreten willst.

00:25:24: Glaubst du, du hast da jetzt einen Vorteil?

00:25:26: Also ich glaube, ich habe zum einen natürlich einen beruflichen Erfahrungsvorteil.

00:25:31: Dadurch, dass ich halt sehr viel gemacht habe, sei es für das Fernsehen, fürs Radio, Marketing habe ich studiert.

00:25:37: Das ist halt so... Ich glaub, dass du da erstmal so Knowledge hast, womit du arbeiten kannst, weil ich hab mich ja auch ziemlich schnell als eine Marke verkauft.

00:25:45: Also ich würd sagen, es ging bei mir zum Teil auch einfach so schnell, weil ich sehr strategisch in meinen Videos vorgegangen bin.

00:25:50: Ich hab genau recherchiert, was gibt's noch nicht, welcher Trend ist noch gar nicht besetzt oder so.

00:25:54: Also, dass ich genau nachgeschont ist, halt wieder so dieses Marketing-Ding, dass man da guckt und auch, ich muss mal in der Marke treu bleiben und so was, also da hat man ja... Ich glaube schon, dass ich da einen Vorteil habe.

00:26:04: Wertetechnisch würde ich sagen, dass ich einen Vorteil habe durch meine Lebenserfahrung, würde ich sagen.

00:26:10: Also, kannst mir nichts vormachen, aber ich werde dir auch nichts vormachen.

00:26:14: Und für mich ist Autotizität, das ist allerwichtig.

00:26:16: Das ist Oberthema für meinen Content.

00:26:18: Und da kann ich auch echt gutes Feedback zu sagen.

00:26:20: Ja, mich auch sehr froh darüber.

00:26:21: Ich glaube, bei dir merkt man, also so, ich habe... Ja, auch Marketing noch studiert und ich glaube, als Zuschauerin merkt man das gar nicht, so dass da eine Strategie hinter ist, weil deine Videos sind einfach so.

00:26:34: mein gucktes und jetzt einfach so aus Zuschauerinsicht ist so, okay, voll krass, wie die so spontan, so lustig, locker in die Kamera redet und man checkt halt nicht.

00:26:43: Das ist

00:26:43: wirklich spontan.

00:26:44: Ja, und

00:26:45: das ist halt key.

00:26:46: Das ist halt key, dass du so ... dass es genau so rüberkommt, als ob du gerade kurz in die Kamera schreist und aber eigentlich so genau weiß, was du machst.

00:26:56: Ja,

00:26:56: also tatsächlich muss ich sagen, alle Videos, die super spontan wirken, der habe ich bestimmt dreißigvierzig mal gedreht.

00:27:01: Das ist so krass.

00:27:02: Und immer wieder, und dann will ich mal wieder raus, wieder.

00:27:05: Und wieder rein und wieder raus.

00:27:06: Das viralste Video, also das wäre, was auf beiden Kanälen so abgegangen ist, das habe ich ganz oft gedreht.

00:27:11: Und immer wieder.

00:27:11: Und es sind auch Schnitte aus verschiedenen Videos.

00:27:13: Ach krass.

00:27:14: Ja, und das... fällt nicht auf, es wirkt spontan, es wird drauf losgeredet, weil es etwas Schauspielerische ist, wo ich schnell wieder rein kann in die Emotionen, in die Rolle.

00:27:23: Es ist trotzdem ich, aber ich weiß genau, was ich sage und wie es wahrscheinlich ankommt.

00:27:29: Auch diese schnelle Reden.

00:27:32: Das ist eine Strategie.

00:27:34: Die Leute haben keine Aufmerksamkeit, Spanne mehr.

00:27:36: Wie reagieren Leute auf dich in real-life?

00:27:39: Die dich treffen das erste Mal auf einem Event oder sind überrascht, wie du ... oder dass du nicht schreist?

00:27:50: Ja, ich habe eine getroffen, die meinte so, sie dachte ich wäre irre.

00:27:52: Und durch mein Video ist es ganz nett.

00:27:55: Aber klar, ich werde schon mal gefragt, redest du eigentlich immer so schnell?

00:27:59: Oder wie ist das?

00:27:59: Und die sind eigentlich immer total lieb.

00:28:01: Also ich habe wirklich auch gerade auch so Events, total liebe, tolle Begegnungen gehabt, so mit ganz viel Zuspruch.

00:28:08: Aber ja, manche denken tatsächlich, dass ich immer so drauf bin.

00:28:11: Ich meine, es bin ich auch.

00:28:11: Es ist wie gesagt auch ein Teil von mir, aber es ist auch etwas überspitzt.

00:28:15: Es ist halt auch eine Internet-Persona, die du dir ja zusammengeschustert hast.

00:28:18: Ja,

00:28:18: und das ist auch wichtig.

00:28:19: Du brauchst eine Distanz zu dem Ganzen.

00:28:21: Ich bin froh, dass ich nicht mit meinem Klarnamen in der Öffentlichkeit bin, dass ich ein bisschen was anderes spiele.

00:28:27: Ja.

00:28:27: Ich glaube, das ist auch gut vor dem Hintergrund, dass du so schnell auch mehr zu empfinden kommst.

00:28:34: Also, dass du einfach so direkt theoretisch ... dass du nicht damit angefangen hast, dein ganzes Leben auf Social Media zu teilen.

00:28:40: Auch wenn es so wirkt, dass du so aus dem Alltag einfach paar Sachen teilst.

00:28:44: Aber das sind ja, keine Ahnung, zehn Prozent aus deinem Leben beleuchtet.

00:28:47: Ja, ich achte schon auch sehr darauf, dass nicht zu viel Persönliches rauskommt.

00:28:51: Aber klar, irgendwo will ich es auch ein bisschen, weil ich will auch Leute Mut machen mit meiner Geschichte, wie ich halt aus Sachen gelernt habe.

00:28:57: Aber man muss da wirklich aufpassen.

00:29:00: So, dann tue ich auf.

00:29:02: Was ist noch ein Großthema, was ... in deiner Geschichte eine Rolle gespielt hat?

00:29:07: Also, bei mir ist es halt so, dass ich durch eine sehr, sehr schwierige Vergangenheit und ich bin sehr jung im Jugendamt von zu Hause ausgezogen und weil es halt sehr viel Gewalt in meiner... Familiengeschichte in Historie gab.

00:29:25: Und ich hab dadurch halt eine bordere Persönlichkeitsstörung entwickelt und auch mit Depressionen zu kämpfen.

00:29:29: Und das ist so ein sehr großer Teil von meinem Leben, wo ich auch langsam anfange, so ein bisschen das auch auf Social Media zu bearbeiten, weil das immer noch Erkrankungen sind, die sehr stigmatisiert sind.

00:29:40: Gerade Borderline ist halt so, du bist irre, du bist gestört, man kann nicht nicht auf die Leute loslassen.

00:29:46: Es gibt sicherlich Fälle, wo sehr untherapiertes Borderline das auslöst.

00:29:51: Aber bei mir ist es so, dass ich mit zwölf Jahren schon eine Therapie habe.

00:29:55: Also wurde mit zwölf Jahren schon jede Diagnose bestellt.

00:29:57: Ja, also man darf Kindern nicht so eine klare Diagnose geben.

00:30:00: Bei mir war es aber so, ich war extrem verhaltensauffällig.

00:30:04: Und jetzt ist das geäußert.

00:30:06: Also ich war extrem aggressiv, wirklich heftig, heftig aggressiv als Kind.

00:30:11: Ich war auch in der Sehr-Alsozeitschule, muss man sagen.

00:30:14: Da haben sich alle geprügelt.

00:30:15: Aber bei mir war das schon so, das hat Ausmaße angenommen.

00:30:18: Ich bin da ständig aus dem Unterricht geflogen, wurde fast suspendiert und so war es.

00:30:22: Es war in solchen Kontrolltrainingsräumen von der Schule, wo du mit einer Pädagogin sprichst und so.

00:30:28: Das zum einen, dann war ich halt sehr gestört, was mein Körper angeht.

00:30:31: Ich hatte unglaubliche Angst, gesehen zu werden.

00:30:34: Es heißt Sportunterricht, ich bin eine kleine Grammchen umgezogen und so was.

00:30:37: Also, ich wollte nicht gesehen per Tun.

00:30:38: Das war für mich ganz schlimm.

00:30:40: Schwimmenunterricht auch, Hölle.

00:30:42: Das zeig ich auch nicht her.

00:30:43: Das ist total unnötig.

00:30:45: Hast du nichts gegeben?

00:30:48: Ja, nicht.

00:30:49: Ich freu mich auf echte Chlorallangier.

00:30:51: Meine Haut hat sie nicht bedankt dafür.

00:30:55: Das war auf jeden Fall sehr auffällig.

00:30:56: Dann war zum Glück eine Ärztin sehr aufmerksam.

00:30:58: Er hat gesagt, es könnte mal schief sein.

00:31:03: Ich habe mich auch schon ganz viel selbst verletzt.

00:31:05: Schon mit neun Jahren ging das schon los bei mir.

00:31:08: Ich habe mich mit meinem Medellin selbst verletzt.

00:31:11: Und das ist halt auch natürlich aufgefallen.

00:31:13: Und wie ging es dann weiter?

00:31:16: Mit der Therapie.

00:31:17: Es kam dann eine Therapie, klar, Mutter wird dazu gezogen.

00:31:21: Es ist dann natürlich auch ein Thema irgendwie.

00:31:25: Es ist bei mir einfach, also ich muss sagen, ich bin sehr, sehr dankbar, weil ich glaube, man konnte dadurch sehr viel verhindern bei mir, weil es hätte sich viel stärker.

00:31:33: ausprägen können, als es das heute ist.

00:31:35: Kannst du einmal ganz kurz für Personen, die von Borderline noch nie was gehört haben, ganz kurz sagen, wie sich das äußert?

00:31:42: Genau, also wie es sich äußert, das ist natürlich verschiedener, weil Borderline ist einer der wenigen psychischen Erkrankungen, die du auf einem Ginscan sehen kannst.

00:31:51: Es gibt die amygdala und den prefrontalen Cortex.

00:31:54: Und der ist bei Borderline Personen nicht so ausgeprägt, sondern so zu stark, also jeweils stärker und weniger stark ausgeprägt.

00:32:02: Emotionsregulation zuständig.

00:32:04: Und das heißt, ich sag mal, das ist ganz simpel.

00:32:07: Du schüttest ein Glas um und denkst, du hast ein Glas umgeköppt.

00:32:11: Bei einem Borderliner ist es halt so, du dreckige Hoch, warum machst du das?

00:32:14: Du bist das Schlimmste auf der Welt, so weißt du, du machst dich fertig für alles, was du machst.

00:32:20: Das ist ein ganz großer Selbsthass.

00:32:21: Aber zu den Emotionen, das ist halt das Hauptthema.

00:32:24: Du bist nicht in der Lage, normale Situationen emotional so wegzustecken.

00:32:29: Weil bei mir ist es so gewesen, Wenn ich traurig war, war ich nicht traurig, sondern ich wollte sterben.

00:32:34: Ich wollte nicht mehr leben.

00:32:36: Irgendwann

00:32:36: so extremer.

00:32:37: Und wahrscheinlich ist es auch generell so im Alltag so wenig Stabilität.

00:32:42: Das ist keine

00:32:43: Stabilität, gar nicht null.

00:32:44: Also das Flimme ist, ist es auch so gefährlich, weil jede kleine Situation.

00:32:48: Und es gibt ja im Alltag so viele Risiken, Sachen, die dich triggern können.

00:32:52: Bei mir war es immer total gefährlich bei Bewerbungsprozessen.

00:32:56: Weil ich immer wusste, welche Ablehnung krieg.

00:32:58: Du hast ja viele

00:32:59: gemacht.

00:32:59: Du hast ja alles gegeben.

00:33:01: Das ist das Ding.

00:33:02: Bei mir ist das auch erst mal so, okay, jetzt bist du erst mal ein paar Wochen nahmgelegt.

00:33:06: Du musst wirklich diesen Lebensmut zurückerkämpfen, weil du nicht haben wirst für die nächsten Wochen.

00:33:12: Ich bin ein Zuglück immer therapeutisch im Betreuung gewesen.

00:33:15: Ich war auf meiner Hilfestelle, als ich keine Therapie hatte.

00:33:18: Ich habe mir immer Hilfe gesucht.

00:33:19: Das ist das Wichtigste für alle, die betroffen sind, darüber zu sprechen.

00:33:24: und sich hilft, wird es super.

00:33:25: Beim Borderline solltest du nicht alleine sein.

00:33:28: Vor allem weil du ja in jeder Situation die ersten so extrem erlebst, die Emotionen nicht einordnen kannst und weil du dir ja immer die selbst, also immer selbst die Schuld gibst.

00:33:37: Also an allem bist du ja selber schuld.

00:33:39: Genau, weil du hast dich, also keiner hasst dich so sehr wie du dich selbst.

00:33:41: als Borderliner.

00:33:42: Und das ist so ein so extrem ausgeprägt.

00:33:46: Also ich habe das bis heute natürlich noch.

00:33:48: Es ist deutlich weniger schlimm als damals, aber es ist bis heute noch so.

00:33:56: Wird man da medikamentös auch eingestellt?

00:33:57: Oder ist es hauptsächlich Verhaltenstherapie?

00:34:00: Ich habe eine Zeit lang Antidepressiva genommen, aber es hat mir einfach nicht gut getan.

00:34:04: Deswegen habe ich es wieder abgesetzt.

00:34:06: Aber ansonsten, ich bin in einer speziellen Borderline-Therapie, wo es nennt sich Schematherapie, und da wird genau aufgelistet, warum, wenn du eine Emotion empfindest, der wird einen Namen gegeben.

00:34:16: Bei mir gab es zum Beispiel in Drachen.

00:34:18: Und das ist natürlich die Wut.

00:34:19: die Wut, das war mir die größte, präsenteste Emotion, die es gibt.

00:34:23: Das ist von allen, das überschattet alles.

00:34:25: Das war auch gerne mal ein Tiktok-Videos, lustig auf Darstelle, aber tatsächlich ist diese Wut so ein extremen Anteil von mir.

00:34:30: Da ist immer die Frage, der Drache, wir geben dir meinen Namen.

00:34:33: Wichtig, erst mal abkapseln.

00:34:34: Was ist ein Emotion?

00:34:35: Das bist nicht du.

00:34:37: Was hat er für dich getan, als du noch ein Kind warst?

00:34:40: Ah, krass.

00:34:41: Weil er war da, weil dich niemand anderes beschützt hat.

00:34:45: Drache war deinen Schutz.

00:34:46: für dich in dem Moment.

00:34:48: Und du bist kein Kind mehr.

00:34:49: Du bist nicht mehr dieses kleine Mädchen, sondern du bist jetzt erwachsen.

00:34:53: Du brauchst diesen Drache nicht, wer dir die schützt, der dich als Kind beschützt hat, während es kein anderer getan hat.

00:34:58: Und das ist wichtig, dass du da tief reingest.

00:35:00: Warum ist er da?

00:35:01: Wenn er heute laut wird, muss ich ihn wahrnehmen, ihn benennen und sagen, es ist der Drache.

00:35:07: Und ich bin kein Kind mehr, ich bin jetzt erwachsen.

00:35:10: Ja.

00:35:16: Okay, wir haben Main-Dish, Muscheln, Fries, Loaded Fries, frittierte ... Ah, die Schokke und frittierte Grinkohl.

00:35:25: Und eine hausgemachte Soße und Neogäte.

00:35:28: Hi!

00:35:28: Bist du so ein Soßen-Fan?

00:35:30: Ja, ich mag so sehr gerne.

00:35:31: Soll schwimmen, so ist es leicht.

00:35:33: Mh.

00:35:33: Mh.

00:35:34: Mh.

00:35:34: Mh.

00:35:34: Mh.

00:35:34: Mh.

00:35:34: Mh.

00:35:35: Mh.

00:35:35: Mh.

00:35:35: Mh.

00:35:36: Mh.

00:35:36: Mh.

00:35:36: Mh.

00:35:36: Mh.

00:35:36: Mh.

00:35:36: Mh.

00:35:37: Mh.

00:35:37: Mh.

00:35:37: Mh.

00:35:37: Mh.

00:35:38: Mh.

00:35:39: Mh.

00:35:40: Mh.

00:35:41: Mh.

00:35:43: Mh.

00:35:43: Wie äußert sich Borderline jetzt, wo du es einordnen kannst und auch eher schon ein Jahrzehnt oder länger in Therapie bist, im Alltag jetzt noch?

00:35:53: Also am krassesten hat es mich gerettet in meiner Beziehung.

00:35:56: Also generell in zwischenmenschlichen Beziehungen ist das Thema aber vor allem in Liebesbeziehungen.

00:36:03: Ich hatte mit meinem jetzigen Partner, der ist ganz gefestigter, ganz liebe, tolle Seele.

00:36:09: Und ich hatte da vor, muss ich sagen, sehr problematische Männer, die selber mit ihrem Kram genug zu tun hatten.

00:36:14: Und ich glaube, bei meinem jetzigen Freund ist das erst mal so richtig, ich hatte das Raum.

00:36:20: Hey, vielleicht ist da was nicht ganz richtig.

00:36:23: Und ich habe tatsächlich mit meiner Therapeuten ganz viel in dieser Beziehung erarbeiten können, weil es natürlich zu vielen Situationen kamen, wo ich gesagt habe, das stimmt was nicht, das passt nicht so.

00:36:35: Wo ich daran mit meinen Freunden sehr viel arbeiten konnte und wir haben es wirklich hingesetzt, haben genau gesagt und ich konnte auch mittlerweile kann ich ihm sagen.

00:36:41: der Drachen kommt.

00:36:42: Ich muss jetzt kurz weg.

00:36:43: Weil alles, was ich jetzt sage, wird verletzten und es ist nicht cool und es ist einfach gerade dieser aggressive Teil in mir, der nichts mit dir zu tun hat, sondern der, der meine Emotionen gerade so hochkochen lässt und das hast du nicht verdient.

00:36:55: Also da können wir ganz offen drüber reden.

00:36:57: und es ist so interessant, weil ich habe immer gesagt, ich kann nicht in der Beziehung, bevor ich nicht gesund geworden bin und mein Terrorist gesagt, aber wann sollst du es denn lernen?

00:37:05: Und es ist wirklich so, dass ich es durch die Beziehung noch mal sehr viel mehr Entwicklung hingelegt habe.

00:37:10: Gerade auch so, dieses einen Papen an sich ranlassen, so nah und so, sich so verletzlich zeigen.

00:37:15: Es hat mir sehr viel

00:37:16: gegeben.

00:37:16: Und auch so den Raum zu haben, sich selber zu öffnen.

00:37:19: Also das Ansprechen zu können und auch so verstanden zu werden.

00:37:24: Voll.

00:37:25: Was ist das, was sich am meisten nervt, oder das Narrativ, was sich am meisten nervt über Borderline?

00:37:32: dass man sich oft sehr alleine fühlt mit dem Ganzen, weil klar, können Leute versuchen das zu verstehen, aber sie werden es nicht verstehen.

00:37:39: Weil es gab für mich Situationen, wo ich gesagt habe, ich kann mich nicht bewerben, weil das Risiko so groß ist, dass ich danach ein so tiefes Loch falle, dass ich nicht mehr leben will.

00:37:49: Und das kann man von außen auch kaum verstehen.

00:37:53: dass halt auch so, wenn's so klein ist, dass für mich mich verletzten, auch kleine Sprüche sehr.

00:37:58: Z.B.

00:37:59: wenn ich Egen gesagt hab, als diese Influencer und so meinte, ich dachte, du wärst irre, das hab ich total verletzt.

00:38:05: Weil das irgendwie was in mir ist, was ich mir auch weiß, die gar nicht.

00:38:08: Das sind Sachen, die beschäftigen mich tagelang.

00:38:11: Und die brennen sich richtig ein.

00:38:12: Ich finde, da fühlt man sich oft alleine, weil Leute sagen, es war doch nur ein kleiner Spruch.

00:38:16: Aber für mich ist das dann wirklich sehr schwerwiegend.

00:38:20: Ich kann, ich werde auch, oft rede ich auch gar nicht darüber, wie tief irgendwas bei mir regnen, weil ich denke, es wird nicht verstanden.

00:38:27: Und es ist auch okay, weil man kann nicht von allen erwarten, dass sie alles verstehen, aber man fühlt sich sehr oft sehr alleine mit der Gefühlswelt.

00:38:35: Richtig.

00:38:36: Ja, das ist, ja, verstehe ich.

00:38:40: Nee, aber es ist wirklich auch ganz bewundernswert, wie du, also so wie du darüber reden kannst, weil es klingt total verständlich, aber natürlich hat man immer so... immer das Gefühl, am Ende ja trotzdem, man kann sich so viel erklären, wie man will, aber die Personen können nicht reinfühlen.

00:38:58: Das

00:38:59: kann man auch nicht verlangen, irgendwie so.

00:39:01: Deswegen versuche ich dann manchmal mit, wenn ich mitbekomme, das andere, sehr struggling mit dieser Gefühlswelt, auch jetzt mit meinem letzten Video, wo ich das erst mal drüber gesprochen habe und ich Nachrichten bekomme, ich sage, ey, schreiten wir bitte.

00:39:11: Wenn du das Gefühl hast, du kommst grad nicht weiter, du bist grad so überfordert von den Emotionen, du weißt nicht, wohin, und fühlst dich auch so unnormal.

00:39:17: Du denkst ja auch immer, damit dir stimmt einfach was nicht dabei.

00:39:20: Und alle anderen sind normal.

00:39:21: Genau.

00:39:21: Aber mit der Hirn ist ja wirklich tatsächlich was nicht ganz so richtig.

00:39:25: Das kann man ja sogar sehen.

00:39:26: Tatsächlich,

00:39:27: ja.

00:39:27: Ähm,

00:39:28: was gibt dir jetzt Stabilität?

00:39:30: Ähm, mein Freund.

00:39:32: Also, ich will nicht so klingen wie jemand, der so völlig abhängig ist.

00:39:36: Aber mein Freund ist schon einfach ... Der ist so ein großer Erhalt für mich, weil der ... Ich musste mich noch nie erklären vor ihm.

00:39:43: Ich musste mich noch nie rechtfertigen.

00:39:45: Der sieht mich komplett so, wie ich bin.

00:39:48: Und der fängt mich extrem aus, extrem stabile Konstante für mich.

00:39:51: Neben dem ganzen Stress, alles, was gerade passiert.

00:39:54: Ja.

00:39:56: Was würdest du jemandem sagen, der gerade frisch diagnostiziert wurde oder das Thema frisch behandelt?

00:40:07: Ich würde sagen, dass die meisten dafür wirklich nichts können.

00:40:11: Also, was heißt die meisten?

00:40:12: Du kannst nichts dafür.

00:40:13: Sorry, war falsch ausgedrückt, aber du kannst nichts dafür.

00:40:16: Borderline ist entweder etwas, was genetisch vererbt wird oder was entsteht.

00:40:20: Durch.

00:40:21: Kindesmisshandlung, Kindeswohlgefährdung, also wenn du nicht, wie sagt man es, Vernachlässigung, Kindesvernachlässigung.

00:40:29: Und dass mit dir erstmal alles okay ist.

00:40:33: Du musstest halt in sehr jungen Jahren wahrscheinlich sehr stark sein.

00:40:36: Und es haben sich halt Anteile, das klingt ein bisschen schizur, das hat mich damals zu tun, aber es sind so, diese emotionalen Anteile haben sich gebildet, weil du einen ganz großen Überlebensinn hast.

00:40:47: der dich beschützen wollte, wer halt niemand anderes für dich getan hat.

00:40:51: Und dass du darüber reden solltest.

00:40:53: Ganz wichtig.

00:40:54: Du musst darüber reden, was in dir vorgeht.

00:40:56: Weil Leute können nicht in dein Kopf gucken.

00:40:58: Und sie wissen nicht, dass du diese Diagnose hast.

00:41:00: Und wenn du anfängst, darüber zu sprechen, sagst du, ich nehme die Dinge immer leider sehr viel intensiver wahr als andere Leute.

00:41:05: Es tut mir leid.

00:41:06: Ich arbeite dran.

00:41:07: Aber ich kann auch nichts dagegen machen.

00:41:08: So, dass man dafür viel Verständnis sorgt.

00:41:10: Aber auch viel Verständnis für Menschen, die nicht davon betroffen sind.

00:41:13: Dann kannst du nicht erwarten, dass alle das einfach verstehen.

00:41:16: Ja.

00:41:16: Was sind so die größten Herausforderungen für dich in Freundschaften oder Freundlichenschaften?

00:41:24: Ich muss sagen, es betrifft tatsächlich Freundschaften kaum.

00:41:27: Ah, okay.

00:41:28: Ich muss sagen, also in Freundschaften, also ich habe super viel Verständnis.

00:41:34: Meine besten Freundinnen kennen mich in und auswendig und ich glaube, dass manche vielleicht die einzelnen seltenen Sachen sind, dass ich natürlich nicht will, dass sie sich Sorgen machen.

00:41:45: Ich sag, ich kann heute nicht rauskommen, weil ich grad Loki nicht mehr lebe.

00:41:48: Dann will ich nicht, dass sie sich Sorgen machen, dass irgendwas passiert, sondern das ist normal.

00:41:53: Ich werde das drei, vier Mal im Monat haben, dass das vielleicht eine Sorge ist.

00:41:58: Mir ist immer wichtig, dass sie wissen, ich bin sehr gut therapiert.

00:42:01: Ich weiß genau, was ich mache.

00:42:03: Wenn ich das Gefühl habe, es geht nicht mehr, dann frage ich euch um Hilfe.

00:42:06: Wir hatten auch schon eine Situation, dass mein beste Freund den Krisendienst angerufen hat.

00:42:09: Ich hab sie dazugezogen.

00:42:10: Ich hab gesagt, ich kann nicht mehr.

00:42:12: Dann wird schnell ein Hilfeteam aufgestellt.

00:42:15: Dann werd ich aufgefangen und dafür bin ich super dankbar.

00:42:18: Besser kann man eigentlich gar nicht ... Gerade kann ich um Single sein von einem Auffangteam.

00:42:22: Das ist

00:42:23: wahrscheinlich auch das Wichtigste, dass man in der Situation, in der es einem gut geht.

00:42:30: so nicht merkt, dass man, wenn es ja komplett aus ist, dass es einem vielleicht irgendwann wieder schlecht geht, weil sobald es dir gut geht, ist man so... Inselm.

00:42:37: Ich auch ja gar keine Hilfe.

00:42:39: Mir geht es ja

00:42:39: gut

00:42:39: eigentlich.

00:42:40: Ja,

00:42:40: voll, dann wird es ganz schlimm.

00:42:41: Ja, bei mir ist das ganz schlimm.

00:42:42: Also, es kann Krisendienst am letzten Tag und nächstes Tag schon alles wieder gut.

00:42:46: Ja.

00:42:46: Also, das heißt auch gut.

00:42:47: Ja.

00:42:47: Und das ist auch wichtig, dass Leute natürlich draufkommen und sagen, du vergisst es.

00:42:50: Also, es ist wirklich so, welche sind krassen... Modus bin, wo alles für mich zusammenfällt.

00:42:55: Ich sage, ich kann nicht mehr, dass ich das dann wirklich vergesse, wie ich mich gefühlt habe.

00:43:00: Also, das ist wirklich insane.

00:43:02: Wie sehr dein Körper da in der Lage ist, das einfach auszublenden, dass es passiert ist.

00:43:05: Das sind ja auch Schutzmechanismen aus Erlebnissen.

00:43:09: die dich schon mal geschwitzt haben.

00:43:11: und dann das einfach zu verdrängen, ist halt für dein Körper einfacher und schneller, als jetzt sich jedes Mal damit auseinanderzusetzen, wie schlimm dich das wirklich gehittet hat.

00:43:20: Ja,

00:43:21: klar.

00:43:21: Du weißt es von dir auf jeden Fall, ja.

00:43:24: Was ist dein größter Traum beruflich?

00:43:27: Ja, mein größter Traum ist, ein Show zu haben.

00:43:31: Late Night Show?

00:43:32: Ah, nicht unbedingt Late Night, aber ich will einfach eine Show haben, die sehr unterhaltsam ist, aber auch Menschenstimme gibt, die sonst keine bekommen.

00:43:41: Das wäre mir ganz wichtig, gerade weil, wenn ich halt so gerade so beruflich schaue, so meine Mama ist Krankenschwester, jetzt hat die ganzen Körper kaputt gemacht mit ambulanter Pflege.

00:43:52: Und die hat mir immer erzählt, dass die ... gar nicht so viel, also die haben keine Zeit, sich so um die Kranken zu kümmern, wie sie es bräuchten, weil sie so einen hohen Druck haben, die müssen dann bestimmte Patienten abklappern.

00:44:06: Und ich denke, das wissen schon teilweise viele gar nicht.

00:44:08: Es wird dann halt nur gesagt, ja, die kümmern sich nicht genug, denn die haben keine Zeit.

00:44:11: Und wie, was das für eine Belastung ist für Krankenpersonal, wenn die wissen, ich würde mich gerne mehr um mich kümmern, aber ich kann einfach Zeit, ich muss zum nächsten so.

00:44:20: Und da würde ich mir schon wünschen, dass ich da Menschen eine Plattform gebe, die sonst nicht gehört werden.

00:44:25: Einfach mal für ein bisschen mehr Verständnis sorgen.

00:44:27: Man weiß, es wird immer mit dem Finger draufgezeigt, aber es wird sich kaum die Geschichte dahinter angehört.

00:44:33: Vor

00:44:33: allem kommt ja auch noch hinzu, dass Krankenpersonal ultraempathische Menschen sind.

00:44:38: Extrem.

00:44:41: Die sich kümmern und ihr Bestes geben, gleichzeitig die ganze Branche super unterbesetzt ist.

00:44:48: Und es nur Zeitdruck gibt.

00:44:51: die Menschen nur gestresst sind und die sich ja sogar noch mehr um andere Leute kümmern, als sie sich am Ende des Tages um sich selbst kümmern können, weil sie Schichten haben, wo sie dann einfach nur schlafen und dann wieder zur Arbeit fahren.

00:45:00: Ja, sie muss sagen, meine Mutter hat sich komplett kaputt gearbeitet.

00:45:03: Die hat halt ein krasses Rückenlein heutzutage so.

00:45:06: Es ist um jetzt alles gegeben für diesen Job und ist halt so mies bezahlt worden.

00:45:11: Das können wir halt noch obendrauf mit drei Kindern alleine erziehen, so.

00:45:14: Die hat halt gehasst, also das ist wirklich ... Ja, und da will ich mir halt so, es soll eine Unterhalterameshow sein.

00:45:20: Aber trotzdem mit dieser deepen Komponente, dass man Leuten da mal eine Möglichkeit gibt, so weißt du.

00:45:25: Weil es gibt genug Leute, die gefeiert werden dafür, dass sie gut aussehen, eine große Reichweite haben.

00:45:30: Aber die Leute, die eigentlich wirklich so viel geben, die werden eigentlich kaum gehört.

00:45:34: Ja.

00:45:35: Ich mein, es ist auch krass, dass es so Werbeanzeigen gibt über Krankenpflege, aber Sven immer Models genutzt.

00:45:40: Ja.

00:45:41: Aber nie die Leute, die wirklich den Beruf sind.

00:45:44: Ich denke, ich schalte dir doch mal eine Plattform.

00:45:45: Gibt dir noch mal ein bisschen Extra-Gehalt für diese Werbeanzeige.

00:45:49: so, hey?

00:45:50: Teil die über für die Werbe-Zerste.

00:45:51: Ja,

00:45:52: und sie machen es ja.

00:45:53: Sie sind ja wirklich am Werk so.

00:45:55: Ja.

00:45:56: Klingt aber richtig gut und das auch zu verbinden mit so Entertainment.

00:46:00: Weil ich glaube, das hilft dann oder ich glaube, du hast eine sehr große Stärke dann am Ende, das gut zu verkaufen.

00:46:05: Weil am Ende ist es halt wirklich so dieses so, egal ob du die skills, also nicht egal, ob du die skills

00:46:11: hast, aber ...

00:46:11: Am Ende kommt es nur darauf an, wie du das vermarktest.

00:46:14: Deswegen gibt es Menschen, die Reichweite haben und inhaltslos Content produzieren.

00:46:20: Und deswegen gibt es aber auch Leute, die Reichweite haben und inhaltsvollen Content produzieren.

00:46:23: Das ist immer eine Frage von Marketing.

00:46:25: Und das ist so crazy, weil das ist ja auch bei den ganzen MusikerInnen, bei SchauspielerInnen.

00:46:31: Ich habe gestern noch mit einem Schauspieler gesprochen, auch hier im Podcast.

00:46:35: Und er meinte auch so ... Er hasst eigentlich dieses ganze Social Media Game, nur weil die die Reichweite dann bekommen oder brauchen für Jobs.

00:46:48: sind die dann gerne gesehen und kriegen eher einen Casting.

00:46:50: Und du musst das machen.

00:46:51: Und ich finde es so crazy, weil zum Beispiel bei einer Person wie mir, die das jetzt seit ein paar Jahren macht und halt auch weiß, was ich mache, weil es mein Hauptberuf ist, weil ich halt mit der Zeit auch durch Erfahrungen gelernt habe und weiß, was ich machen möchte und einfach so die Plattformen kenne.

00:47:03: Aber Personen, die eigentlich nur Mucke machen wollen, nur vor der Kamera stehen wollen, müssen das halt trotzdem machen, weil die sich vermarkten müssen.

00:47:11: Und das erlernst du aber ja nicht.

00:47:13: Das erlernst du nicht.

00:47:13: Du bist dann halt da und dann entweder du musst es, also entweder du machst es.

00:47:17: Oder du machst es halt nicht, aber du musst es eigentlich machen, wenn du halt so

00:47:20: Erfolg

00:47:20: haben möchtest.

00:47:21: Ja, es

00:47:21: ist wirklich so.

00:47:21: Also heutzutage, es fühlt kein Weg dran vorbei.

00:47:23: Ich muss auch sagen, ich hätte es nicht gemacht, wenn ich die Wahl gehabt hätte.

00:47:26: Wenn man mich auf den anderen Wegen wahrgenommen hätte, weil ich so schmiede, ist schon, du schmeißt dich halt voll ins Feuer, ne?

00:47:32: Also dann, du fragst ja wirklich die Leute nach, kommentiert mich.

00:47:35: Das ist halt schon heftig.

00:47:36: Also, wenn ich könnte, hätte ich es nicht gemacht.

00:47:38: Safe nicht.

00:47:38: Ja.

00:47:40: Was wär dein Final-Straw gewesen, wenn du ... wenn du kein Social Media jetzt angefangen hättest.

00:47:47: Also wenn du jetzt noch mal kurz vor Social Media wärst, als du alles probiert hast, hättest du Branche geswitched?

00:47:52: Ja, ich wollte Meditationslehrer Ausbildung machen.

00:47:55: Oh mein Gott.

00:47:56: Also ich wollte einmal Meditationslehrer ausprobieren, ich wollte eine Deutschlehrer Ausbildung machen, weil ich wollte unbedingt immer reden.

00:48:05: Ich wollte mal

00:48:06: irgendwas mit der Stimme zu tun haben und dachte halt so, das ist was so tolles, wenn du Deutsch unterrichtst, halt so in so Integrationskursen.

00:48:14: Aber leider bin ich durch den Test gefallen.

00:48:16: Wirklich?

00:48:17: Was ist das für ein Test?

00:48:18: Der Z-Zertifikat musst du bestehen.

00:48:21: Da viel zahlst du auf was.

00:48:23: Und die haben mir das dann zugeschickt, so ein Probeding.

00:48:26: Ja.

00:48:27: Leute, ich muss alles googeln.

00:48:29: Ich hab gesagt, das juckt doch keine Sau.

00:48:31: Jemand, der hier frisch nach Deutschland kommt, den juckt nicht, was predikav genitiv scheißbrums ist.

00:48:35: Das juckt den ja

00:48:36: gar nicht zusammen.

00:48:37: Das juckt

00:48:38: die doch nicht.

00:48:38: Da sag ich auch so, was ist das für ein Wiss?

00:48:40: Das weiß ich doch gar nicht.

00:48:42: Ich bin kürzige, deutsches, so.

00:48:44: Ich fass so ein Szene, dann bin ich halt wirklich ein Test gefahren, hab's dann nicht gemacht.

00:48:47: Da wollte ich mir die Zunschläre ausführen machen.

00:48:50: Das ist das, was du brauchst.

00:48:52: Ein Mental Health.

00:48:53: Ja, aber ich wollte wirklich einen kompletten Switch machen schon.

00:48:56: Ja, auf jeden Fall.

00:48:57: Ja krass.

00:48:58: Ja.

00:49:00: Aber bist du happy jetzt mit dem, was du dann jetzt machst?

00:49:04: Ja, also ich bin ja noch am Arbeiten so.

00:49:06: Es kommt jetzt so langsam hoch.

00:49:08: Ich glaube auch ganz kurz Hot Tech von mir, weil ich weiß ja, wann die Folge rauskommt.

00:49:11: Und es wird jetzt gerade wahrscheinlich so Anfang des Jahres sein.

00:49:14: Ich glaube, du bist krasser Rising Star.

00:49:16: Ich glaube, so Ende des Jahres kennen dich sehr viel mehr Leute.

00:49:19: Echt?

00:49:19: Ja, ja.

00:49:20: Einhundert Prozent.

00:49:21: Und das ist ja schon jetzt hier, ne?

00:49:22: Wir haben schon nicht zwölf?

00:49:24: Nein, ich weiß

00:49:25: nicht, ob das wirklich... Nein, nein, aber die Folge wird ja ausgestrahlt im

00:49:28: Januar.

00:49:29: Ah, Ende... Ah, Ende zwanzig, zwanzig.

00:49:31: Ja,

00:49:31: okay.

00:49:31: Ja, okay.

00:49:32: In Play.

00:49:33: Nee, nee, ich glaube, das

00:49:34: ist... Ja, ich weiß nicht.

00:49:35: Also, ich bin da mal sehr vorsichtig mit, weil ich will mir auch nicht irgendwelche Hoffnungen machen, weil ich täusche.

00:49:40: Voll.

00:49:40: Safe.

00:49:41: Safe.

00:49:41: Aber ich glaube, gar nicht mal... Also so gar nicht mal um dir Druck zu machen, weil das will ich auf gar keinen Fall machen.

00:49:52: Sondern einfach, weil du einer der wenigen Personen wirst, die halt unfassbar gut vor der Kamera spricht und dabei halt auch unfassbar die Nähe hast und so authentisch bist.

00:50:01: Da ist so einfach so auch dadurch, dass du halt auch unter so Themen wie so Depressionen, Borderline und verschiedene andere Themen sprichst,

00:50:10: bietest du

00:50:10: ja eine Fläche für Personen, die sich dann endlich mal gehört werden, weil die halt sonst nicht wissen, was... was mit ihnen los ist oder warum die bestimmte Sachen beschäftigen und gleichzeitig halt auch so leichten konnte.

00:50:24: Und halt so immer so ein bisschen einfach so diese Näherhassung.

00:50:27: Es gibt ja so wenige Leute, die halt wirklich so authentisch vor der Kamera sprechen.

00:50:31: Danke schön.

00:50:31: Danke.

00:50:33: Das ist immer für mich das größte Ziel, halt authentisch zu sein.

00:50:36: Und gerade auch sagst du, ich versuchte auch diese Mischung reinzubringen von leichtem Content, aber auch irgendwie so mit einer Message so.

00:50:42: Und ich will ja den Leuten auch Mut machen, weil dann ist nicht heilbar.

00:50:47: Und du wirst damit für dein Leben eine Reste des Lebens zu tun haben.

00:50:50: Du kannst dich mit dem Ziel Heilungen.

00:50:52: Genau.

00:50:52: Aber du musst damit leben.

00:50:54: Genau, du musst einen Weg finden, damit zu leben.

00:50:56: Und ich glaube, es hilft dann auch vielen.

00:50:57: so, ey, die ist durch viel Scheiße gegangen, aber ich stehe jetzt da, wo sie steht, weil sie weitergemacht hat.

00:51:04: Und das wäre für mich die Schönste, wenn Leute sagen, ey, das inspiriert mich auch weiter zu machen.

00:51:10: Also wie gesagt, diese ganzen Nachrichten jetzt auf mein letztes Video, das hat mir schon so viel gegeben und da will ich weiter dran setzen.

00:51:16: Was haben die persönlich lieben?

00:51:17: Also... Also einer hat gesagt, dass sie gerade die Diagnose bekommen und sich total alleine fühlt, dass ihr mein Video gerade total genau eine richtigen Zeitpunkt angezeigt worden ist.

00:51:27: Manche haben gesagt, dass sie es unglaublich toll finden, dass sich diese Entstigmatisierung so entgegenwirken, weil ich bin natürlich normattraktiv, ich bin lustig laut und so war es.

00:51:38: Denkt es vielleicht erst mal gar nicht, weil man halt so dieses Bild hat.

00:51:41: Man packt den hier in die Schublade.

00:51:42: Man

00:51:42: packt den hier, klar, natürlich.

00:51:44: Und dass das den Leuten dann hilft, so, ey, also, da haben wir halt zum Stimmen so, dass jemand wie du, dass diese Erkrankungen hat, so, und dann auch so noch so offen darüber spricht, so, das gibt den halt viel.

00:51:53: Und das ist für mich, wie gesagt, das Schönste, und da will ich weiter machen.

00:51:58: Ich bin mal gespannt, ich dich, ich hab die World, so.

00:52:00: Wir sehen sie ansonsten.

00:52:02: Wir machen diese Vanity Fair-Videos mit so... Oh mein

00:52:06: Gott!

00:52:07: Was?

00:52:07: Was?

00:52:07: Ja!

00:52:08: Dann kommen wir mal genau die gleichen Fragen.

00:52:09: Ja,

00:52:09: das finde ich cool.

00:52:10: Super, so machen wir das.

00:52:16: Okay, dessert und Pommes habe ich den gelassen, weil Kirchenstaff hat gesagt, man darf Pommes in den Eis trinken.

00:52:24: Habe ich schon ein paar mal gemacht bei Mackis und ich glaube, ich hol noch die krassere Kombine.

00:52:27: Ja.

00:52:28: Let's try, ich würde auch sagen.

00:52:30: Es gibt in Italien, die auch manchmal so ...

00:52:38: Ja,

00:52:39: ich will das nicht.

00:52:39: Nee,

00:52:40: nee.

00:52:42: Also, wir haben Frucht.

00:52:43: Ja,

00:52:44: ich glaube, das Ding ist, dass bei so Vanilleeis oder so, das

00:52:48: glaube ich auch eher.

00:52:49: Aber das ist so süßsalzig, also so cremig süßsalzig.

00:52:52: Ja, ja, ja.

00:52:52: So bähig.

00:52:52: Ja.

00:52:52: Nur mehr länger.

00:52:56: Oh,

00:52:57: das ist ganz toll.

00:53:00: Eine Frage, die ich immer gerne so im letzten Teil stelle, ist, was du deinem ... bei einem Dreizehnjährigen ich mitgeben würde.

00:53:12: Ich würde sagen halt durch.

00:53:15: Halt durch.

00:53:16: Es ist Ende in Sicht.

00:53:17: Ein

00:53:18: gutes

00:53:20: Ende.

00:53:23: Ja, also ich muss leider sagen, dass einfach wirklich meine Vergangenheit wirklich nicht schön war und dass ich wirklich sagen würde, dass in meinem Dreizehnjährige ich viel sagen würde halt durch.

00:53:32: Halt durch.

00:53:34: Du wirst rauskommen, du wirst eine ganz, ganz tolle Zukunft haben.

00:53:36: Du wirst einen ganz, ganz tollen Menschen kennenlernen, der dir so viel halt gibt.

00:53:40: Und gerade so diese bedingungslose Liebe, die ich zum ersten Mal durch meine Beziehung jetzt kennenlerne, sodass ich gesagt hätte, die wirst du noch erfahren.

00:53:50: Und du wirst richtig gesehen in deinem Leben.

00:53:53: So, das würde ich sagen, dass das da auf jeden Fall, ja, wie gesagt, Licht am Ende des Tunnels ist.

00:53:58: Das ist so schön, weil man ja auch gerade so als Kind ... Ich find das immer so krass, auch wenn viele Leute, wenn Freundinnen oder so erzählen, so aus ihrer Kindheit.

00:54:07: Man nimmt halt immer als Kind einfach das, was gegeben ist, als realitätbar.

00:54:12: Und das checkst du halt erst, wenn du erwachsen wirst.

00:54:14: Ja, du hinterfragst es erst gar gar nicht.

00:54:17: Weil es deine Realität ist, das, was dir immer gezeigt wurde, also es ist wirklich

00:54:20: normal.

00:54:21: Dann du idealisierst deine Eltern.

00:54:23: Alles, was sie tun, ist erst mal richtig, weil du bist ja auch extrem abhängig.

00:54:28: Kannst du nicht einfach mit fünf Jahren sagen, so, ich zieh jetzt aus, so, weil passt mir nicht, sondern du wirst es halt einfach annehmen und es ganz lange nicht mehr erst mal nicht hinterfragen.

00:54:39: Also, ja.

00:54:41: Ja.

00:54:43: Was ist so?

00:54:45: dein nächstes großes Reiseziel?

00:54:48: Es ist Thailand.

00:54:50: Warst du schon mal da?

00:54:51: Nee, noch nie und ich freue mich richtig, richtig doll, weil das für mich vor allem auch eine sehr spirituelle Reise werden soll mit Meditation, Sport und eventuell auch so einem Schamaden.

00:55:03: Aber wirklich?

00:55:04: Ja.

00:55:06: Ja, ich bin da so tier, also ich bin auch so eine spirituelle Maus und hab da für mich sehr viel Heilung finden können.

00:55:11: Ach, krass.

00:55:12: Und ich finde, Tana ist da der perfekte Ort.

00:55:14: Also, glaub ich, war ja noch nie da, aber ich will da ganz viel zu mir kommen.

00:55:19: Und gerade auch das, was gerade passiert, irgendwie so ein bisschen versuchen zu verarbeiten, weil es dann einfach sehr viel ist, weil ich halt ein Mensch bin, der sehr viel im Kopf sitzt und will da auch einfach mal ein bisschen loslösen von Sorgen auch und einfach sagen, ey.

00:55:33: Nimm es so, wie es kommt, weil es gibt auch Projekte, die anstehen, wo ich sage, bin ich dem überhaupt gewachsen.

00:55:39: Und da wieder auch dieses Impostasyndrom.

00:55:41: Jetzt fliegt es auf.

00:55:42: Jetzt fliegt es auf.

00:55:43: Kriegen es Leute jetzt doch mit, dass sie nicht gut sind?

00:55:46: Das ist so.

00:55:46: Du weißt, woher das kommt, so Impostasyndrom?

00:55:49: Nee, nicht genau.

00:55:50: Du?

00:55:50: Nee, ich dachte, vielleicht weißt du das, weil heute

00:55:53: hast du die Fehler gleich.

00:55:56: Woher das genau kommt kann ich nicht.

00:55:57: Ich glaube, es ist eine krasse Unsicherheit.

00:56:00: Und vielleicht weil man dir auch so ein bisschen dein Können viel abgesprochen hat, so, weil ich meine, man muss auch sagen... Es hat ja nicht funktioniert.

00:56:07: Ich war ja nicht erfolgreich.

00:56:08: Das ist ja einfach ein Fakt.

00:56:10: Und vielleicht ist ja auch dann das, wenn man sich sagt, okay, das hat halt nicht geklappt, weil du einfach nicht gut warst.

00:56:14: Und dass jetzt das mit Social Media so gut läuft, das ist ja auch irgendwie so.

00:56:17: erstmalig überhaupt das Feedback, ey, das kommt an, was du machst.

00:56:21: Dass man so denkt, naja, was in der Foliegasse nicht geklappt.

00:56:23: Also, ich muss ja nicht falsch sein.

00:56:26: Also, ich weiß nicht, ich könnte mir vorstellen, dass es daher kommt, aber ich bin auch wieder irgendwas in der Kindheit.

00:56:29: Safe, so.

00:56:30: Safe immer in der Kindheit.

00:56:31: Ja, weil ich frag mich das immer, aber ich hab das auch ganz doll in bestimmten Situationen.

00:56:35: gerade wenn man so irgendwie so Meilensteine oder so irgendwie so erreicht hat.

00:56:39: Und dann denke ich immer so...

00:56:42: Auch so habe ich das verdient?

00:56:43: Ja.

00:56:43: Also das ist auch so ein Thema, finde ich.

00:56:44: Und

00:56:45: auch so... Also ich habe auch ganz oft so dieses... Das Ding ist so, diese Branche ist halt auch einfach unfair und überbezahlt.

00:56:56: Ja.

00:56:56: Und dann, wenn du dir dann so von deinem Privileg irgendwie bewusst bist und so, das ist so... Du findest keine Antwort.

00:57:03: Du findest keine faire Antwort.

00:57:05: Weißt du?

00:57:05: Das

00:57:05: stimmt.

00:57:06: Das ist irgendwie ... Ich hab

00:57:07: das ... Ja, ja, safe.

00:57:08: Voll.

00:57:08: Also,

00:57:09: ja.

00:57:10: Naja.

00:57:10: Ich wollte eigentlich was anderes sagen.

00:57:13: Und zwar ... Was ist so ... Was glaubst du, bist du in zehn Jahren?

00:57:22: Bist du in Berlin?

00:57:24: Boah, das ist echt eine gute Frage.

00:57:26: Eigentlich war ich schon immer sehr ortsgebunden.

00:57:29: Ich bin immer dahin gezogen, wo es beruflich für mich am meisten Sinn gemacht hat.

00:57:32: Und gerade, denke ich, auch so Berlin ist für mich gerade die beste Stadt, weil hier so viel Stadt findet, weil du immer direkt da bist.

00:57:39: Meistens müssen die auch keine Reisekosten halt für dich zahlen.

00:57:43: Ich glaube, aber schon, also mir fehlt sehr die Natur hier sehr.

00:57:48: Auch das Wasser irgendwie, ich guck was

00:57:50: Hamburg.

00:57:53: Also aus Hamburg, ja, weil früher nie der Alster gewohnt, dann bin ich halt super schnell mal hinschmeißen.

00:57:57: Es hat ja was ganz Beruhigendes auf dich, wenn du aufs Wasser schaffst.

00:58:01: Ja.

00:58:01: Und das hab ich hier echt kaum.

00:58:03: Und generell ist es natürlich, ich bin ja auch sehr laut und sehr schnell, deswegen passt es auch gerade noch sehr, aber ich weiß, wie es ein paar Jahren aussieht.

00:58:09: Und in zehn Jahren hab ich auch Self-Kinder.

00:58:11: Ja?

00:58:11: Das glaub ich ja, auf jeden Fall.

00:58:13: Und hoffentlich mit meinem Partner noch.

00:58:15: Aber

00:58:15: das

00:58:15: sieht gut aus, aber ... Das steht

00:58:18: aus.

00:58:19: Das glaube ich schon.

00:58:20: Und da freue ich mich auch sehr drauf.

00:58:21: Ich würde auch gerne adoptieren.

00:58:25: Weil ich immer sage, es gibt so viele Kinder, die kein gutes Zuhause haben und die sich freuen darüber, dass jemand sie aufnen weiß.

00:58:31: Und ich finde den Gedanken schön, dass du etwas verhindern kannst.

00:58:35: Weißt du, wenn du ein Kind aus so einer Situation rausholt, dass du rechtzeitig dafür sorgen kannst, dass es gar nicht weiter mit diesem Umfeld belastet ist.

00:58:43: Ja, das

00:58:43: vor allem, weil du ja auch noch sehr, also dazu kommt ja auch noch so sehr aware bis zu mentaler Gesundheit, zu ganz vielen Themen und so.

00:58:51: Wenn man das halt bei ist und dann dadurch hast du ja auch ein viel größeres Bewusstsein dafür, was passieren kann und was verhindert werden

00:58:57: kann.

00:58:57: Genau, das ist genau.

00:58:59: Das kannst du ja, also so, das wissen ja super viele Leute auch einfach gar nicht, weil sie nie damit konfrontiert wurden, sich mit mentaler Gesundheit auseinanderzusetzen oder auseinandersetzen zu müssen.

00:59:09: Und deswegen... Das ist total schön.

00:59:12: Ja, du kannst auf jeden Fall rechtzeitig ansetzen.

00:59:15: Wir spielen am Ende immer ein kleines Spiel.

00:59:19: Richtig schlecht.

00:59:20: Ja.

00:59:22: Es

00:59:24: gibt auch eigentlich nur eine Aufgabe für dich.

00:59:27: Es sind die sogenannten Snackable Facts.

00:59:30: Weil am Ende ist es auch immer noch so ein bisschen Dinner-Situation und Essens-Podcast.

00:59:36: Und

00:59:37: deswegen sage ich dir einfach zwei Wahrheiten und eine Lüge.

00:59:40: Also ein bisschen wie bei Günther Jauch, aber du kannst leider

00:59:42: keine Lüge üben.

00:59:44: Oh Mann.

00:59:47: Ich habe tatsächlich, dadurch, dass wir heute in der Muschelbar sind, Facts ... Muscheln rausgesucht.

00:59:51: Okay.

00:59:52: Und dann werden wir jetzt mal schauen, wie du dich schlägst.

00:59:54: Okay, ja, ich will nicht sagen.

00:59:55: Okay.

00:59:56: Und Nummer eins ist, Muscheln haben keinen Gehirn, aber einen Nervensystem.

01:00:01: Nummer zwei ist, Muscheln können ihre Schale verlassen, wenn sie wachsen.

01:00:06: Und Nummer drei ist, manche Muscheln können mehrere Liter pro Wasser, mehrere Liter Wasser pro Stunde filtern.

01:00:15: Was war es jetzt um eine Lüge?

01:00:16: Ja, eine

01:00:17: Lüge, die du entbrücken musst.

01:00:20: Ich hätte jetzt tatsächlich das Letzte gesagt.

01:00:22: Ist die Lüge.

01:00:23: Manche Muscheln können mehrere Liter Wasser pro Stil.

01:00:26: Ja,

01:00:26: aber ich meine, das ist ein bisschen nerven.

01:00:28: Das ist hier, wenn ich schon mal gehöre.

01:00:30: Kannst du das verlassen?

01:00:31: Ich heiß gar nicht.

01:00:31: Kannst du hier rum?

01:00:33: Ja.

01:00:36: Man findet ja immer so viele Muscheln.

01:00:37: Also müssen die ja vorher irgendwie rausgegangen werden aus der Muschel.

01:00:40: Deswegen kann ich schon, dass sie sie verlassen können.

01:00:42: Oder sterben sie einfach.

01:00:44: Ich sag trotzdem das Letzte.

01:00:46: Ist es

01:00:46: auch sehr nischig, aber das ist ... Ja.

01:00:49: Nummer zwei ist tatsächlich falsch.

01:00:51: Muscheln können ihre Schale nicht verlassen, wenn sie wachsen.

01:00:54: Warum verliert man immer so viel Leere?

01:00:57: Ich glaube einfach, weil die ja irgendwann aufgehen, aber die verlassen die ja nicht.

01:01:01: Aber warte, ich kann auch... Ja,

01:01:02: so leere Muscheln immer.

01:01:04: Muscheln bleiben meist innerhalb ihrer Schale.

01:01:06: Sie verlieren sie nicht beim Wachsen, sondern wachsen... wachsen in der Schale mit, in dem der Mantel der Muschel Kalkschichten ergänzt.

01:01:15: Dieses Wachstum findet kontinuierlich innerhalb der Schale statt, nicht durch das Verlassen derselben.

01:01:19: Ach so.

01:01:22: Zur Quelle ist das allgemeine Fachwissen zur Anatomie

01:01:24: von Muscheln.

01:01:25: Bei

01:01:25: Drommeljula.

01:01:26: Ja, okay, gut.

01:01:26: Die Anatomie von

01:01:28: Muscheln.

01:01:28: Okay, cool.

01:01:29: Also, was dazu gelernt?

01:01:31: Ja, auch mal über Muscheln.

01:01:32: Brauchen wir vielleicht halt.

01:01:34: Auch mal,

01:01:34: wenn man noch mal einen Funfacts

01:01:35: ... Hey, Leute, Muscheln.

01:01:37: ... der Party.

01:01:37: Das

01:01:38: kommt sehr gut an.

01:01:39: Ja.

01:01:40: Moriatma, es war so schön, dass du heute da warst.

01:01:43: Dankeschön.

01:01:44: Wir genießen noch das Dessert zu Ende und ich wünsche dir ganz viel Spaß im Urlaub und ganz viel Erfolg.

01:01:51: Vielen, vielen Dank.

01:01:52: Danke

01:01:53: schön.

01:01:53: Und wir sehen uns nächste Woche in der neuen Folge.

01:01:56: Adakart!

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